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Elektroauto laden mit Nachtstromtarif

Ein Elektroauto zu Hause aufzuladen ist in der Regel deutlich günstiger als das Betanken eines Verbrenners. Für ca. 30 Cent pro kWh gibt es verschiedene Ökostromtarife. Das macht je nach Fahrzeug und Fahrweise ca. 4-6 Euro je 100 km. Mit einem Nachtstromtarif kannst Du noch mehr sparen. Hier erfährst Du, wie es funktioniert.

Was ist ein Nachtstromtarif?

Meist wird nachts deutlich weniger Strom verbraucht als tagsüber. Das leuchtet ein: Viele Betriebe stehen still, Büros sind leer und dunkel, es werden keine Waschmaschinen und Elektroherde betrieben und zu später Stunde gehen in den meisten Haushalten die Lichter aus. Viele Kraftwerke und Energieträger sind jedoch daraus ausgelegt, kontinuierlich Strom zu erzeugen und ins Netz einzuspeisen (von Solarenergie einmal abgesehen).

Die Stromanbieter wollen mit Nachtstromtarifen entsprechend einen Anreiz schaffen, gewisse Stromverbräuche in die Nachtstunden zu verlagern. So kann eine bessere und kontinuierlichere Auslastung der Kraftwerke erreicht werden.

In den 60er und 70er Jahren wurden die Nachtstromspeicherheizungen etabliert, die über Nacht mit Strom aufgeheizt wurden und die Wärme dann über Tag wieder abgegeben haben. Diese Heizungen findest Du heute nur noch selten. Das Tarifmodell des Nachtstroms, auch Niedertarifstrom genannt, hat sich aber gehalten.

Die meisten Nachtstromtarife beginnen zwischen 20 und 22 Uhr abends und enden um 6 Uhr morgens. Als Fahrer eines Elektrofahrzeugs kannst Du daher von den günstigeren Kosten der Nachtstromtarife profitieren: Denn in diesen Zeiten wird Dein E-Auto vermutlich geladen.

Was ist ein Doppeltarifzähler?

Wenn Du Dich für die Nutzung eines Nachtstrom- bzw. Niederstromtarifs interessierst, musst Du eine wesentliche Voraussetzung schaffen. Du und Dein Stromanbieter müssen unterscheiden können, wieviel Strom Du zum „normalen“ Stromtarif und wieviel Strom Du zum Nachtstromtarif verbrauchst. Um das hinzubekommen, ist die Installation eines sogenannten Doppeltarifzählers bzw. Zweitarifzähler notwendig.

Mit diesem speziellen Doppeltarifzähler kannst Du die verbrauchte Strommenge zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Du kannst diese besonderen Stromzähler daran erkennen, dass sie eine „HT“- und eine „NT“- Verbrauchsanzeige haben. HT steht für Hochtarif, das ist der teurere, der tagsüber genutzt wird. NT steht für Niedertarif, also unser günstigerer Nachtstrom.

Sofern bei Dir noch kein Zweitarifzähler installiert ist, kannst Du die Installation bei einem Elektriker beauftragen. Die Zähler selbst kosten ca. 100 bis 150 Euro. Für die Installation durch einen Elektriker kommen Kosten für dessen Aufwand hinzu.

Wie finde ich den richtigen Nachtstromtarif für mein E-Auto?

Meist werden Nachtstromtarife von örtlichen Versorgern angeboten. Wie Du vielleicht weißt, sind das nicht immer die günstigsten. Einen passenden Nachtstromtarif suchst Du daher am besten auf einem der einschlägigen Vergleichsportale.

Um nachhaltig unterwegs zu sein, möchte ich Dir einen Ökostromtarif Deiner Wahl ans Herz legen. Damit vermeidest Du Schadstoffausstoß nicht nur beim Fahren, sondern auch bei der Stromerzeugung.

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