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Ladekarten: Überblick & Empfehlungen

Wenn Ihr ein Elektroauto besitzt oder mit dem Gedanken spielt, eines anzuschaffen, denkt Ihr vermutlich auch darüber nach, wo und wie Ihr das Fahrzeug am besten laden könnt. Neben der Lademöglichkeit zu Hause gibt es in Deutschland eine ganze Reihe unterschiedlicher Ladesäulenbetreiber und Ladeverbunde – da fällt die Übersicht erstmal gar nicht so leicht. Mit diesem Beitrag möchte ich versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Finde heraus welche Ladekarten zu Dir passen.

Zunächst die einfachste Variante: Mit einem Tesla ladet Ihr an den Superchargern sehr komfortabel. Ihr benötigt keine Ladekarte. Stattdessen erkennt der Supercharger automatisch Euer Auto und die Abrechnung erfolgt über das in Eurem Tesla-Account hinterlegte Zahlungsmittel. Die Navigation dorthin erfolgt über das Navigationssystem in Eurem Fahrzeug. Einstecken und Losladen lautet die Devise. Doch auch den meisten Tesla-Fahrern dürfte das Vertrauen die Supercharger alleine zu dürftig und unflexibel sein.

Eine passende Ladesäule in Eurer Nähe findet Ihr beispielsweise im Stromtankstellen-Verzeichnis von Goingelectric. Dort ist zu jeder Ladesäule auch hinterlegt, welche Ladekarten akzeptiert werden.

Meine Wahl

Ich habe mich für die folgenden beiden Karten entschieden, da sie eine Vielzahl von Ladenetzen unterstützen:

  • Maingau EinfachStromLaden:
    Für sehr faire 35 Cent pro kWh ladet Ihr mit der EinfachStromLaden-Karte an 22.000 Ladepunkten in Deutschland. Dazu zählen die Ladestationen von Ionity, Fastned, Allego, EnBW, Innogy und Ladenetz.
  • Shell Newmotion Recharge:
    Das Preismodell der Ladekarte von Shell ist etwas komplizierter als das von EinfachStromLaden. Aktuell reichen die Preise von 37 Cent pro kWh beim Laden mit langsamem Wechselstrom (AC) an EnBW-Säulen bis hin zu 9,52 Euro pro Ladung an Innogy-Ladesäulen per schnellem Gleichstrom (DC). Ich habe die Karte als „Notlösung“ dabei, wenn die Maingau-Karte an einer Säule mal nicht funktionieren sollte.

Beide Karten sind ohne Grundgebühr.

Weitere Ladekarten

Neben diesen beiden Lösungen, für die ich mich entschieden habe, gibt es natürlich noch weitere Charging-Karten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:

  • Telekom Get Charge:
    Die Preise für die Nutzung der Ladekarte der Telekom beginnen bei sehr günstigen 29 Cent pro kWh an den Ladepunkten von Allego, Fastned und Innogy, allerdings nur beim langsamen AC-Laden. Damit ist die Telekom-Karte bei diesen Anbietern günstiger als das schon gute Angebot von Maingau. Beim schnellen DC-Laden steigen die Preise pro kWh auf 39 Cent. Bei Ionity, Ladenetz und EnBW werden gar 89 Cent je kWh fällig.
  • EnBW mobility+:
    Das Angebot von EnBW reicht von 39 Cent pro kWh AC-Laden bis 49 Cent pro kWh beim DC-Laden. Die Ladepunkte von Ionity von Fastned werden jedoch aktuell nicht unterstützt.
  • Plugsurfing:
    Das Angebot von Plugsurfing unterstützt sehr viele Ladestationen, das Preismodell ist aber weniger einfach gestaltet als bei den zuvor genannten . Der Schlüssel kostet 9,95 € einmalig. Der Preis, den Ihr an den einzelnen Ladestationen zahlt, kann variieren: Möglich sind eine Zahlung pro Ladevorgang, pro kWh oder pro Minute, in der Euer Fahrzeug mit dem Ladepunkt verbunden ist.
  • Eins E-Mobil:
    Mit der Eins E-Mobil Ladekarte ladet Ihr mit günstigen 32 Cent pro kWh AC und DC an den Stromtankstellen von Allego, Innogy und EnBW. Fastned und Ladenetz werden nicht unterstützt. Bei Ionity werden aktuell teure 83 Cent pro kWh fällig.

Alle Preise habe ich zum 21.05.2020 ermittelt. Die Preise können sich natürlich zwischenzeitlich geändert haben. Am besten prüft Ihr vor dem Laden in der jeweiligen App des Anbieters die aktuellen Preise.

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